

Weiler - die alemannische Siedlung, seit dem 11. Jahr- hundert urkundlich belegt, war von 1535 bis Ende 1802 Teil des bischöflichkonstanzischen Territoriums auf der Höri.
Das im Jahr 1934 mit der Gemeinde Weiler verbundene Dorf Bettnang (= Feld des Betto oder heidnischen Mutter- gottheiten Ainbet, Borbet und Wilbet) zählte zusammen mit Bohlingen, Bankholzen, Moos und der westlichen Hälfte von Iznang zur Herrschaft Bohlingen und war von 1497 bis 1803 ebenfalls bischöflich-konstanzisch.
Am Rande der Gemarkung Weiler, verborgen in der Wald- einsamkeit, stand einst am Fuße einer längst zerfallenen Ritterburg das Kloster Grünenberg.
Von den Klostergebäuden, die seit der Mitte des 14. Jahr- hunderts einen kleinen Franziskanerinnenkonvent beher- bergten und die anstelle einer älteren Beginenklause errichtet wurden, ist leider keines mehr erhalten; sie wurden um 1830 abgebrochen.
Ein wertvolles, um 1350 entstandenes Kruzifix der Seligen Elsa, der ersten Vorsteherin dieser Gemeinschaft frommer Frauen und eine Glocke im Turm der Pfarrkirche von Weiler sind die letzten bedeutenden Zeugnisse der verschwundenen Klosteranlage im Grünenberger Tal.
Eine 1969 eingeweihte Gedächtnistafel im Dorf hält das Andenken an dieses Kloster und seine Gründerin wach.

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