

Der Töpfermarkt in Iznang findet jeweils am 3. Wochenende im Juli statt.
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Im Jahr 1796 grassierte eine verheerende Viehseuche in Süddeutschland.
In ihrer Not pilgerten die Mooser nach Radolfzell und riefen die drei heiligen Hausherren um Hilfe an.
Nachdem sie von der Viehseuche verschont blieben, gelobten sie, alljährlich am Haus- herrenmontag (am Montag nach dem 3. Sonntag im Juli) zu den Hausherren nach Radolfzell zu pilgern.
Im Jahr 1926 wurde die Pilgerreise erstmals als Wasserprozession durchgeführt.
Die in prächtig geschmückten Booten ankommenden Mooser Pilger werden am Hafen in Radolfzell erwartet und in feierlicher Prozession ins Münster geleitet, wo mit dem Mooser Amt die Wallfahrt ihren Höhepunkt erreicht.
Montag, 22. Juli 2013
7.00 Uhr Feierliche Andacht in der Mooser Kirche
anschließend Prozession zum Hafen und Einsteigen in die bereitstehenden
geschmückten Ruderboote
8.00 Uhr Empfang der Wallfahrer an der Schiffslände in Radolfzell
danach Prozession zum Radolfzeller Münster und Mooser Amt
Feriengäste haben die Möglichkeit mit großen Begleitschiffen an der Wasserprozession teilzunehmen.

Seit 1976 findet alljährlich wechselnd zwischen den Ortsteilen das überregional bekannte „Büllefest“ statt. Heimische Erzeugnisse rund um die „Bülle“ werden am jeweils ersten Sonntag im Oktober im Rahmen eines Marktes zum Verkauf angeboten.
Unter anderem auch die bekannten Büllezöpfe. In gemüt- licher Atmosphäre zwischen alten Bauernhäusern richten die örtlichen Vereine Besenwirtschaften ein.
Herbstliche Genüsse rund um die Zwiebel werden geboten. Bülledünne, Büllesuppe, Büllebrot und natürlich auch Schlachtplatten und Kesselfleisch. Dazu gibts neuen Wein, unseren Suser. Für Unterhaltung sorgen mehrere Musikkapellen.
Das Büllefest 2013 findet am Sonntag den 6. Oktober im Ortsteil Iznang statt.
Wir freuen uns auf ihren Besuch!
Ihr Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung Jürgen Graf

Die Höri Bülle ist eine rote Speisezwiebel mit charakteris- tischer Form und Farbe, die traditionell auf der Bodensee-Halbinsel Höri angebaut wird. Die Außenhaut hat eine eher helle rotbraune Färbung, die im Gegensatz zu anderen roten Sorten beim Aufschneiden nicht abfärbt. Die typische flache, bauchige Form, oft verglichen mit einer fliegenden Untertasse, eignet sich besonders gut zum Flechten der traditionellen Zwiebelzöpfe.
Gemüse- und Zwiebelanbau am westlichen Teil des Boden- sees wurde bereits im 8. Jahrhundert durch die Geschichts- schreiber des Klosters Reichenau urkundlich dokumentiert. Später bauten die selbstständigen Bauern auf der Höri Zwiebeln als das Hauptgemüse an, das auf den Zwiebel- märkten der nahen Schweiz und noch bis in die 1990er Jahre in Konstanz im Herbst verkauft wurde. Dazu wurden die Zwiebeln auf Booten zu den jeweiligen Städten transportiert. Metzger, Gastwirte und Großhändler kauften dort ihren Jahres- bedarf an Zwiebeln ein, ebenso war auch in den privaten Haushalten die Vorratswirtschaft noch lange verbreitet. Parallel dazu entwickelten sich die Wochenmärkte in den nahen Städten Radolfzell und Singen, die auch heute noch haupt- sächlich von den Höribauern beschickt werden.
Der Anbau der Höri Bülle ist auf die namengebende Region, die Halbinsel Höri im Boden- see, begrenzt. Wegen ihres reichhaltigen Anbaus von Gemüsen aller Art, vornehmlich an rothäutigen, weißfleischigen Speisezwiebeln, vom Volksmund auch Bülle oder Bölle genannt, erhielt die Halbinsel den volkstümlichen Namen „Zwiebelhöri“ oder „Bülleland“.
Der Geschmack der Höri Bülle ist vor allem durch das zarte Aroma und die milde, nicht aufdringliche Schärfe gekennzeichnet. Dadurch eignet sie sich hervorragend zum rohen Verzehr und macht sie damit zu einer fast unverzichtbaren Zutat in Salaten und hier ins- besondere für den in der Region so beliebten Wurstsalat. Erwin Keller, ein Heimatdichter aus der Region, lobt in seinem Bülle-Brevier die Bülle sogar als natürlichen Vitaminspen- der auf Wandertouren, die man „Biss für Biss wie einen Apfel verzehren könne“. Beim Garen entwickelt die Bülle ihre Schärfe, ohne dass dabei die charakteristische rote Färbung verloren geht.
Bülle-Rezepte gibt es viele: mit Bodensee Fischen, zu Fleisch, als Gemüse oder in Salaten.
Allerdings ist die Zwiebel -und die Bülle schon gar nicht- nur ein nebensächliches Küchen- gewürz. Im Herbst, zur Erntezeit von Äpfeln und Bülle, rückt sie in Form der Bülle-Dünne in den Mittelpunkt. Auf dem jährlich am ersten Sonntag im Oktober stattfindenden Bülle-Fest auf der Höri findet die Bülle-Dünne (eine Art Zwiebelpizza) zusammen mit einem Glas „süeße Moscht“ reißenden Absatz.
Ein altes Rezept aus Erwin Kellers Bülle-Brevier sei hier verraten:
Bülle-Dünne:
Hefeteig bestehend aus 40 gr. Hefe, 1 Pfund Mehl, Salz, Wasser, Belag bestehend aus 12 großen Bülle.
Gesalzenen Hefeteig auf Herdblech auswellen, darauf 2 cm hoch goldbraun gedämpfte Höri-Bülle geben, das ganze mit einem Teigle von 3/8 l saurem Rahm, 4 Eigelb und Salz überstreichen. Im Backofen ½ Stunde bei 270 Grad backen.
Die Region der Produktion
Das traditionelle Anbaugebiet der Bülle ist die 63 km² große Halbinsel Höri, die sich zwischen dem badischen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein in den Untersee schiebt. Das milde Klima in unmittelbarer Nähe des Bodensees, der als Wärme- speicher wirkt, und der dunkle Moorboden begünstigen den Gemüseanbau, der hier das Landschaftsbild nachhaltig prägt. Schwerpunkt des Zwiebelanbaus ist der Ort Moos der sogenannten vorderen Höri mit den Ortsteilen Moos, Iznang, Bankholzen und Weiler.
In den Jahren 1856 - 1890 lag die Anbaufläche für die Höri Bülle bei 7 - 16 Hektar. Noch bis in die 1970er Jahre hatte der Zwiebelanbau ein besonderes Gewicht, war für die vordere Höri das charakteristische landwirtschaftliche Erzeugnis. Die heutige Anbaufläche beträgt schätzungsweise noch 3 - 4 Hektar.
Die Produzenten
Die Höri Bülle wird ausschließlich durch eigene Nachzucht vermehrt. Alle Produzenten ver- wenden nur selbsterzeugtes Saatgut. In den Gemüsebauernfamilien sind es meistens die Vertreter der älteren Generation, die sich übers Jahr der arbeitsintensiven Nachzucht und Pflege der Samen wid-men. Samen sind im Handel nicht erhältlich. Teilweise wird die Höri Bülle konventionell angebaut, einige Bauern arbeiten nach den Richtlinien des integrierten und kontrollierten Anbaus und tragen das Qualitätszeichen des Landes Baden-Württem- berg.
Erzeugeradressen:
Duventäster-Maier, Regina, Rütistraße 9, 78345 Moos
Matt, Norbert, Friedenstraße 8, 78315 Radolfzell-Böhringen
Schmidle, Gabriele und Peter, Am Hang 4, 78345 Moos-Iznang
Fürst, Ewald, Bühlsteig 1a, 78345 Moos-Iznang
Glaser, Leo, Seestraße 6, 78345 Moos-Iznang
Glaser, Ekkehard, Am Graben 6, 78345 Moos-Iznang
Glaser, Michael, Bühlsteig 2, 78345 Moos-Iznang
Die Arche des Geschmacks
Die Arche des Geschmackrs ist ein internationales Projekt von Slow Food. Ziel dieses Projektes ist es, lokale und regionale Lebensmittel, Nutztier- und Nutzpflanzenarten, die mangels Angebot auszusterben drohen, vor dem Vergessen zu retten. Passagiere der Arche des Geschmacks müssen eine strenge Aufnahmeprüfung bestehen. Sie besteht aus einer sorgfältigen Dokumentation, die von 2 unanhängigen Gutachtern bestätigt sein muss. Dabei muss nachgewiesen werden, dass die geschmackliche Qualität erstklassig ist, das Produkt eine lange Historie hat, es für die Region einen identitätsstiftenden Charakter hat und nachhaltiges Potential aufweist. Außerdem muss es tatsächlich existentiell gefährdet sein. Und nicht zuletzt: gentechnisch Manipuliertes und nicht artgerechte Tier- haltung verhindern die Aufnahme in der Arche des Geschmacks. "Arche des Geschmack®" ist ein eingetragenes Warenzeichen von Slow Food International.
Geschmack hat eine Lobby
Slow Food ist ein internationaler Non-Profit-Verein, der 1986 in Italien als Antwort auf die rasante Aus- breitung des Fastfood und des damit einhergehenden Verlustes der Esskultur und Geschmacksvielfalt gegründet wurde. Heute ist Slow Food eine weltweite Bewegung, die rund 80.000 Menschen in rund 100 Staaten zusammenbringt. Insgesamt rund 750 Convivien (lat. für Tafelrunde) -so nennen wir die regionalen Gruppen von Slow Food- bie- ten viele Veranstaltungen mit dem Ziel, regionalen Geschmack kennen zu lernen und das Wissen um die Geschmacksvielfalt sowie der Bedeutung zu fördern.
In Deutschland ist Slow Food seit 1992 aktiv und hat inzwischen mehr als 8.000 Mitglieder in über 70 Convivien. Slow Food Deutschland e.V. engagiert sich u.a. im Verbraucherzen- trale-Bundesverband für die Interessen der Verbraucher und der qualitätsvoll arbeitenden Lebensmittelerzeuger und Gastronomen. Wir fördern die nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei, artgerechte Viehzucht und das traditionlle Lebensmittel-Handwerk sowie die regionale Geschmackssensibilität der Verbraucher und kämpfen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Slow Food ist so die Verbindung zwischen Ethik und Genuss und gibt dem Essen seine kulturelle Würde zurück.


Tourist Info
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Montag, Dienstag
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Mittwoch
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Freitag
08:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Im Juli und August zusätzlich
Freitag
15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag
9:00 bis 12:00 Uhr
Verkehrsgünstige Lage, nicht weit entfernt von...